Osteuropa Dekolonisieren

Das „Gewächshaus“ in Wartenau 16.

‚Osteuropa Dekolonisieren‘ ist eine Arbeitsgruppe, die sich mit den Diskursen des Postkolonialen und Dekolonialen in Bezug auf das östliche Europa im weitesten Sinne kritisch beschäftigt. Wir widmen uns der Selbstwahrnehmung, die es in den osteuropäischen Diskursen zum Thema Kolonisierung und Dekolonisierung gibt, sowie den internationalen wissenschaftlichen Diskursen um das (westliche) Bild und den Begriff von Osteuropa. Dabei existiert hier eine Spannung, die es zu untersuchen gilt: Auf der einen Seite gab es im östlichen Europa keine ‚richtigen‘ Kolonien und auf der anderen Seite finden wir ein wachsendes Verlangen vor, das dekoloniale und postkoloniale Denken für den post-sozialistischen Raum zu bemühen. Dieses wird wiederum von einigen Wissenschaftler:innen als irrational charakterisiert. Dies ist, so die These der Arbeitsgruppe, einer der wichtigsten Konflikte unserer Gegenwart. Die Arbeitsgruppe organisiert öffentliche Seminare und Vorträge, Workshops und andere Veranstaltungen. Unsere bisherigen thematischen Publikationen finden sich hier.

Call for Papers

Summer School „A Postcolonial Condition? Art, Literature, Film, and the Everyday in Eastern Europe“

UHH_RRZ_MCC_Mentz

The Department of Art History and the Eastern European Studies are organising a Summer School from 22-26 September 2025.

Doctoral candidates, artists, curators and students with
research projects with a postcolonial perspective on Eastern Europe are invited to submit proposals for papers. Please read the call. If you have any questions please contact marina.gerber@uni-hamburg.de

Deadline: 02/05/2025

Warburg-Haus, Hamburg, 22-26 September 2025

Neuste Publikationen und Podcasts

Jannick Piskorski, „Polen A und Polen B“ im polnischen postkolonialen Diskurs und in der polnischen populären Musik, in: Nordost-Archiv, Vol. 34, 2025, pp. 111-125, URL: https://biblioscout.net/book/10.25162/9783515138963

Alexey Markin, Weiße Landschaft der (Un-)Freiheit.
Lagerzeichnungen von Boris Svešnikov im Kontext
der sowjetischen Kolonisierung der Republik Komi, in: Tagungsband der Jungen DGO Tagung Was bleibt? Erinnerung in Ost- und Südosteuropa, Berlin 2025, 265-288.

Jannick Piskorski, Zwischen Musik und Politik: Russland und Preußen in der Autobiografie des polnischen Pianisten und Politikers Ignacy Jan Paderewski, in: Tagungsband der Jungen DGO Tagung Was bleibt? Erinnerung in Ost- und Südosteuropa, Berlin 2025, S. 203-220.

Marina Gerber, „Russland und der Kolonialismus“, in: Dekoder, 19.12.2024, URl: https://www.dekoder.org/de/gnose/russland-und-der-kolonialismus

Marina Gerber, „A Postcolonial Perspective on Aleksandr Deineka’s Donbas Images”, in: 21: Inquiries into Art, History and the Visual, 3, 2024, DOI: https://doi.org/10.11588/xxi.2024.3.106582.

Geschichte Europas, Podcast von Tobias Jakobi, Folge X-034: „Polen A und B in der postkolonialen Theorie und Popkultur„, mit Jannick Piskorski, 23.11.2024.

Letzte Veranstaltungen

08.01.2025: Was bedeutet Dekolonisierung in Osteuropa?

14.15 Uhr, Osteuropa-Institut, Hörsaal A, Garystraße 55, 14195 Berlin

Panel mit Frieder Kerkloh, Jule Klinger und Jannick Piskorski, im Rahmen der Grundlagenvorlesung „Osteuropa Postkolonial/Dekolonial?“ des Osteuropa-Institut, Freie Universität Berlin.